Termin

Titel:
ABGESAGT: FILME UND GESPRÄCH
Kalender:
RE.F.U.G.I.U.S.
Datum:
27.03.2020 19:00 - 23:00
Autor:

Kapazität:
Unlimitiert
Teilnehmer:
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Beschreibung


19:00 Uhr

 „Kleine Germanen“ 

Film- und Animationsdokumentation(DE) 2018

Regie: Mohammad Farokhmanesh, Frank Geiger / 90 Min.

 Der Film erzählt von Kindern, die in rechtsextreme Familien hineingeboren und tagtäglich daraufgetrimmt werden, das vermeintlich Fremde zu hassen. Wie fühlt es sich an, wenn Mitgefühl zweitrangig ist und "die Nation" über allem steht? Was wird aus diesen "kleinen Germanen", wenn sie später einmal groß sind? Der Dokumentarfilm konfrontiert das Publikum mit Protagonistinnen und Protagonisten, die ihre Kinder im Geist einer demokratiefeindlichen Welt erziehen.

Die Animationsgeschichte zieht sich als roter Faden durch den Film und erzählt das tragische Leben von Elsa nach: Als Kind hat sie mit dem geliebten Opa Soldat gespielt. Mit ausgestrecktem rechtem Arm hat sie "Für Führer, Volk und Vaterland!" gerufen und war sehr stolz darauf. Heute blickt sie auf eine Kindheit zurück, die auf Hass und Lügen gebaut war. Sie versucht zu verstehen, was diese Erziehung aus ihr und ihren eigenen Kindern gemacht hat.

 20:30 Uhr

„AG Geige“ 

Dokumentarfilm (DE) 2012

Buch und Regie: Carsten Gebhardt / 80 Min.

 Eine Gruppe von vier jungen Leuten aus dem grauen Karl-Marx-Stadt nimmt Ende der 80er Jahre das in der DDR bis dahin undenkbare Angebot des staatlichen Jugendradio-Senders an, eingereichte Kassetten mit selbstproduzierter Musik nicht nur wohlwollend zu registrieren, sondern auch zu senden. Die Band tourt durchs Land, ihre Musik wird professionell produziert.  Wenige Wochen vor der Wende finden sie sich überraschend in den Studios des einzigen Schallplattenkombinats des Landes wieder. Der Film zeigt Live-Mitschnitte, noch vorhandenes Film- und Videomaterial und versucht in Gesprächen mit Künstlern, Radiomachern, Veranstaltern und Kuratoren den künstlerischen Intentionen und der Besonderheit der Zeit nachzugehen.

 Anschließend Gespräch: Einer der Protagonisten dieses Films, Frank Brettschneider, reist aus Chemnitz an und wird darüber diskutieren, wie sich die heutige rechte Szene in die Spätzeit der DDR zurückverfolgen lässt. Das Gespräch mit Frank Brettschneider moderiert Alexander Pehlemann (Chefredakteur der Zeitschrift „Sonic“, Kenner der osteuropäischen Subkulturszene).

 Eine Veranstaltung in Kooperation von RE.F.U.G.I.U.S. und dem Offenen Haus Oberwart.

Eintritt: € 7,50

Kartenreservierungen:03352/31060

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